Hörbücher

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Ende der 1970er-Jahre löste die Hörkassette die bisherige Sprechplatte als Trägermedium ab. Aber auch in den 1980er Jahren war der Markt noch nicht reif genug für Hörbucheditionen und so musste die 1987 gegründete Reihe des Rowohlt Verlags eingestellt werden. Zwar hatte Erich Schumm den ersten Hörbuchverlag, der heute Steinbach sprechende Bücher heißt, doch erst ab 1990 gelang es dem Goldmann Verlag zusammen mit dem WDR, Krimihörspiele in einer Auflage von bis zu 30.000 Hörbücher zu veröffentlichen und dem Hörbuch den lang erhofften Durchbruch zu verschaffen.

Mitte der 1990er-Jahre ersetzte die CD die Hörkassette als Tonträger. 1993 schlossen sich mehrere bekannte belletristische Verlage zusammen und gründeten den Hörverlag in München, der mit einem Jahresumsatz von 16 Mio. Euro neben dem Berliner Audioverlag die führende Position innerhalb der Hörbuchverlage einnimmt.

Hier ein paar Stream Beispiele:

Gerade bei den großen Verlagen besteht die Tendenz, das Hörbuch als reine Zweitverwertung, im Sinne des Merchandising zu verstehen. Die wird damit begründet, dass die Werbeetats der Verlage nicht ausreichen, um ein Produkt allein als Hörbuch zu verkaufen. Aufwändige Produktionen, die über eine reine Lesung hinausgehen, kommen daher in der Regel nur als Übernahmen aus den Rundfunkanstalten ins Programm.

Hörbuch-Autoren können Hörbücher auch auf Anforderung in Kleinst-Serien im Selbstverlag verlegen. Auch diese Hörbücher sind auf allen Plattformen online sowie im klassischen Buchhandel erhältlich

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